8.05.2026
Peak Shaving: Was bringt das?
Peak Shaving bedeutet sinngemäß „Spitzen glätten“ und wird im Fachjargon auch als Lastspitzenkappung bezeichnet. Das Ziel des Peak Shaving ist es, die maximalen Leistungsspitzen im Stromnetz gezielt zu reduzieren und die Energiekosten Ihres Unternehmens damit dauerhaft zu senken.
Was steckt hinter dem Begriff Peak Shaving?
Der Begriff bezeichnet die Praxis, Lastspitzen im Energieverbrauch eines Unternehmens gezielt zu reduzieren, um hohe Netzentgelte zu vermeiden. Zu diesem Zweck gibt es unterschiedliche Ansätze:
- Lastverschiebung: Hierbei werden energieintensive Prozesse bewusst in Zeiten niedriger Nachfrage verlegt. So lassen sich beispielsweise wichtige Produktionsschritte in der Nacht abwickeln oder Ladevorgänge von E-Fahrzeugen in die frühen Morgenstunden legen.
- Demand Response: Unternehmen reagieren auf Netzsignale oder Preisanreize und drosseln ihren Verbrauch zu Spitzenlastzeiten aktiv.
- Einsatz eines Batteriespeichers: Ein Speicher kann den aus erneuerbaren Erzeugungsanlagen generierten Strom speichern und/oder automatisch kostengünstigen Strom aus dem Netz einkaufen und speichern. Dieser Strom kann dann zu Zeiten hoher Last verbraucht werden.
Alle drei Methoden verfolgen dasselbe Ziel, unterscheiden sich aber erheblich in Aufwand, Automatisierungsgrad und erzielbaren Einsparungen.
Warum Batteriespeicher die effektivste Lösung darstellen
Lastverschiebung und Demand Response setzen voraus, dass Prozesse flexibel planbar sind. Das ist in vielen Betrieben schlicht nicht möglich, ohne die Produktion zu beeinträchtigen. Ein gewerblicher Batteriespeicher hingegen arbeitet völlig automatisch und unsichtbar im Hintergrund. Tritt eine Lastspitze über einem definierten Grenzwert auf, wird diese durch den Speicher gekappt, indem er den entsprechend nötigen Strom zur Verfügung stellt. In Zeiten schwächerer Last speichert er überschüssigen oder günstigen Strom aus dem Netz wieder ein.
Was ist eine Lastspitze und warum verursacht sie Kosten?
Jedes Unternehmen hat Momente besonders hoher gleichzeitiger Stromlast. Beispielsweise wenn parallel Maschinen hochgefahren, Klimaanlagen angeschaltet und Produktionsprozesse gestartet werden. Diese Spitzen schlagen sich im Leistungspreis nieder. Dieser bezeichnet den Anteil der Stromrechnung, der nicht nach verbrauchten Kilowattstunden, sondern nach dem höchsten gemessenen Leistungswert berechnet wird.
Entscheiden ist dabei meist das Jahresmaximum. Eine einzige hohe Lastspitze kann die Leistungskosten des gesamten Jahres bestimmen, unabhängig davon, wie selten sie auftritt.
Wie hoch ist das Einsparungspotenzial?
Das hängt vor allem von zwei Faktoren ab. Der Höhe der aktuellen Lastspitzen einerseits und dem geltenden Leistungspreis andererseits. Aus einer Wirtschaftlichkeitsanalyse eines unserer Projekte ergibt sich durch die Kappung von knapp 64 kW Lastspitze – bei einem Leistungspreis von 16€/kW/Jahr – ein jährlicher Einsparungseffekt von über 31.000€ allein durch Peak Shaving. Kombiniert mit Eigenverbrauchsoptimierung und Spotmarkt-Arbitrage summieren sich die jährlichen Erträge auf über 170.000€. Es gilt zu beachten, dass die Lastkurven eines jeden Unternehmens individuell ist und sich konkrete Einsparungen ausschließlich auf Basis realer Verbrauchsdaten ermitteln lassen können.
Peak Shaving als Teil einer smarten Energiestrategie
Mit steigenden Netz- und Leistungspreisen gewinnt die Lastspitzenkappung für Gewerbe- und Industriebetriebe zunehmend an Bedeutung. Ein Gewerbespeicher erweist sich dabei als zentrales Instrument. Er ist flexibel einsetzbar, präzise steuerbar und langfristig wirtschaftlich.
Gerne unterstützen wir Privatpersonen, Unternehmen, Vereine, Verbände, Vereinigungen, NGOs, die auf diesem Weg auf uns aufmerksam werden, bei der Entwicklung der individuellen Energielösung. Wir freuen uns auf den Dialog.
